Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Berlin, im Februar 1933: Hitler und die NSDAP werden in Deutschland immer stärker. Das bemerkt selbst die neunjährige Anna, denn auf einer Faschingsfeier verkleiden sich einige Jungen gar nicht erst, sondern kommen einfach in Nazi-Uniform. Kurze Zeit später erhält Annas Vater Arthur Kemper, ein berühmter Theaterkritiker, Schriftsteller und Nazigegner, einen geheimen Hinweis, dass ihn die Nationalsozialisten verhaften wollen. Arthur flieht über Nacht ins Ausland. Anna, ihr älterer Bruder Max und Mutter Dorothea sollen später nachkommen. Die Kinder dürfen niemandem etwas erzählen und müssen ihren Koffer packen. Nur das Allernötigste dürfen sie mitnehmen, dazu ein Buch und ein Spielzeug. Schweren Herzens lässt Anna ihr geliebtes rosa Plüschkaninchen bei der Haushälterin Heimpi zurück. Das neue Leben in der Schweiz fällt nicht leicht. Die Familie muss mit nur einem Zimmer zurechtkommen, es mangelt an Geld und die Nachrichten aus Deutschland sind beängstigend. Vor allem aber fehlt Anna die Fürsorge von Heimpi. Auch kann sie sich an das „Schwyzerdütsch“ und die unbekannten Gewohnheiten der Kinder nur schwer gewöhnen. Doch das ist erst der Anfang ihrer Flucht, die Anna und die Familie vor schwierige Herausforderungen stellt…

Der Film basiert auf den Kindheitserinnerungen von Judith Kerr, Tochter des berühmten Theaterkritikers Alfred Kerr, die sie 1971 in dem gleichnamigen Roman veröffentlichte. „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ wurde mehrfach ausgezeichnet, gehörte und gehört in verschiedenen europäischen Ländern zur Schullektüre und zählt zu den Klassikern der Emigrantenliteratur.

 

Caroline Link
Geboren 1964 in Bad Nauheim. Studiert von 1986 bis 1990 Regie an der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film. Ihr Debüt als Kinoregisseurin gibt sie 1996 mit JENSEITS DER STILLE, das mit zwei Bayerischen und zwei Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet wird und eine Oscar-Nominierung erhält. Es folgt 1999 die Kästner-Verfilmung PÜNKTCHEN UND ANTON, die über eine Million Zuschauer in die Kinos zieht. 2001 landet sie mit NIRGENDWO IN AFRIKA ihren bisher größten Erfolg. Das Drama erhält fünf Deutsche Filmpreise und den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“.

Filme von Caroline Link
1996   JENSEITS DER STILLE
1999   PÜNKTCHEN UND ANTON
2001   NIRGENDWO IN AFRIKA
2008   IM WINTER EIN JAHR
2013   EXIT MARRAKECH
2018   DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT
2019   ALS HITLER DAS ROSA KANINCHEN STAHL

Deutschland/Schweiz 2019
REGIE/DIRECTOR: Caroline Link

Spielfilm/Feature Film
119 Min. – Farbe/Colour – DCP


BUCH/SCREENPLAY: Caroline Link, Anna Brüggemann basierend auf dem gleichnamigen Roman von Judith Kerr
KAMERA/CAMERA: Bella Halben
SCHNITT/EDITOR: Patricia Rommel
MUSIK/MUSIC: Volker Bertelmann
TON/SOUND: Roman Schwartz
SOUND DESIGN: Oswald Schwander


DARSTELLER/CAST: Riva Krymalowski, Oliver Masucci, Carla Juri, Marinus Hohmann, Justus von Dohnányi, Ursula Werner, André Szymanski, Anne Schäfer, Anne Bennent, Luisa-Celine Gaffron, Benjamin Sadler


SENDER/TV STATION: RAI CINEMA, SRF Schweizer Radio & Fernsehen, SRG SSR
PRODUZENT/PRODUCER: Jochen Laube, Fabian Maubach, Clementina Hegewisch
PRODUKTION/PRODUCTION COMPANY: Sommerhaus Filmproduktion GmbH
KOPRODUKTION/COPRODUCTION COMPANY: Warner Bros. Film Productions Germany, La Siala Entertainment GmbH, Hugofilm Production features GmbH, Nextfilm Filmproduktion GmbH & Co KG in Zusammenarbeit mit RAI CINEMA, SRF Schweizer Radio & Fernsehen, SRG SSR
WELTVERTRIEB/WORLD SALES: Beta Cinema
VERLEIH/GERMAN DISTRIBUTION: Warner Bros. Pictures Germany