Der lange Ritt zur Schule

Alex ist die Medaillienhoffnung der Sigmund-Jähn-Oberschule bei der nächsten Spartakiade. Sein Sportlehrer Herr Geisel ist sich sicher: Alex kann es schaffen, diesmal Gold zu holen. Doch so schnell Alex im Sport ist, so langsam ist er morgens auf dem Schulweg. Zusammen mit seiner Freundin Maren geht er zwar pünktlich los, aber auf dem Weg zur Schule gibt es so viel zu entdecken, dass ihnen oft die Zeit davonläuft. Alex liebt Western. Und als eines Tages beim Frühstück drei Schurken aus dem Film zu ihm an den Frühstückstisch springen, weiß Alex, dass der Schulweg an diesem Morgen ein ganz besonderes Abenteuer wird: Die Räuber haben es aufs Spartakiadegold abgesehen! Sein Fahrrad wird zum wilden Mustang, der Tischler Krüger, genannt „Pferdekrüger“, zum Postkutschenfahrer, der das Spartakiadegold retten muss, und sein Sportlehrer Herr Geisel kämpft als Blutsbruder „Roter Milan“ an Alex’ Seite für den Sieg des Guten. Eine fantasievolle Westernkomödie und eine Parodie auf die DEFA-Indianerfilme.

Über die Produktion
Rolf Losanskys DER LANGE RITT ZUR SCHULE wurde zur Eröffnung der XII. Sommerfilmtage am 13. Juli 1982 im Wittenberger Zentraltheater uraufgeführt. Gedreht wurde der Film in Bad Belzig, in der Lutherstadt Wittenberg sowie an der Teufelsmauer bei Weddersleben im Harz.

Rolf Losansky
Geboren 1931 in Frankfurt, verstorben 2016 in Potsdam, war einer der erfolgreichsten Kinderfilmer der DEFA. Von 1955 bis 1960 studierte er an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Potsdam-Babelsberg Regie. 1962 begann er als Regieassistent, 1962/63 folgte sein Debütfilm GEHEIMNIS DER 17. Losanskys Filme trennten nicht die Erwachsenen- und die Kinderwelt, gleichwohl mischte er v.a. in Filmen für ein jüngeres Publikum realistische Darstellungen mit fantastischen Elementen, zum Teil mit Animationstechnik.

Filme von Rolf Losansky (Regie, Auswahl)
1977   EIN SCHNEEMANN FÜR AFRIKA
1978   ACHILLESFERSE
1981   DER LANGE RITT ZUR SCHULE
1983   MORITZ IN DER LITFASSSÄULE
1985   WEISSE WOLKE CAROLIN
1993   ZIRRI, DAS WOLKENSCHAF
1999   HANS IM GLÜCK
2012   WER KÜSST DORNRÖSCHEN??

DDR 1981
REGIE/DIRECTOR:
Rolf Losansky

Spielfilm/Feature Film (13.7.1982)
82 Min. – Farbe/Colour – 35 mm


BUCH/SCREENPLAY: Gisela und Günter Karau nach einer Erzählung von Gerhard Holtz-Baumert
KAMERA/CAMERA: Helmut Grewald, Michael Göthe
SCHNITT/EDITOR: Ursula Zweig
MUSIK/MUSIC: Karl-Ernst Sasse
TON/SOUND: Rosemarie Linde


DARSTELLER*INNEN/CAST: Frank Träger, Iris Riffert, Klaus Piontek, Barbara Schnitzler, Dieter Franke, Fritz Marquardt, Gojko Mitić


PRODUZENT/PRODUCER: Wolfgang Rennebarth
PRODUKTION/PRODUCTION COMPANY: DEFA, KAG „Babelsberg“
VERLEIH/GERMAN DISTRIBUTION: DEFA Filmverleih in der Deutschen Kinemathek